25 Apr 2010
Knastmarathon in der JVA Darmstadt – herrlich und denkwürdig
Wir schreiben den 25. April 2010 … so gegen 14:30 … und das Team – Tom Crean, Frank Skipper Worsley, Frank Wild und Perce Blackborow – begleitet den Chef über die Ziellinie: Sir Ernest Shackleton hat in einer wahren Energieleistung und in vorbildlicher Ausdauermanier den Marathon doch noch beendet, nachdem er kurz mal komplett unterzuckert im Sanitätszelt eine kurze Auszeit nehmen musste.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Tom Crean schon seine ersten Massagen hinter sich. Tom hatte den Marathon in einer Fabelzeit von 3:14:54 absolviert und damit einen hervorragenden, denkwürdigen 4. Platz in der Gesamtwertung errungen (Das war der gefühlte 100. vierte Platz, den das Team errungen hat!)
Denkwürdig hat der Marathon für uns schon so gegen 9:00 Uhr begonnen, als wir in der Schlange der wartenden Marathonläufer häppchenweise in die JVA gerufen wuden: “Die nächsten 5 Läufer bitte” … dann Passkontrolle … Gepäck- und Personenkontrolle … letzte Instruktionen durch den “wachhabenden” Anstaltsbediensteten, wie man am Rauschgift-Deutschen-Schäferhund vorbeizugehen hatte … und dann mutig an selbigem vorbei !
Die Stimmung und alles was uns dann noch erwartete war absolut herrlich !!!
Der Knastmarathon in der JVA Darmstadt – gemäß Runnersworld-Portal immerhin einer der Zehn verrücktesten Marathons der Welt (!) – hat in vielerlei Hinsicht absolut überzeugt:
- Der außergewöhnliche Charakter des Marathons ergibt sich ja ganz ohne Zweifel durch die 24 Runden im Knast z.T. entlang einer ca. 4 m hohen mit Stacheldraht gekrönten Betonmauer, vergitterten Fenstern, zusammen mit Insassen und angefeuert durch “böse” Jungs …
- … die zusammen mit den zahlreichen Gästen zu einer ständigen super Stimmung beitragen.
- Diese phantastische Stimmung wird unterstrichen durch die musikalische Begleitung in Form von Samba-Trommler und popig-rockige Musik wie man sie sich zum ab-dancen nicht besser wünschen könnte.
- Die Verpflegung in Form von Wasser, isotonischen Getänken, Cola, Obst, Riegel, Brötchen, Kaffe & Kuchen … und das Ganze vor, während und nach dem Lauf ist phantastisch … und bei welchem Marathon hat man schon alle ca. 1,758 km eine Verpflegungsstation
- vorbildlich war die Organisation: mike-getimed konnte man jede Runde seine Zeit kontrollieren, Getränke und Verpflegung wurden gereicht, Wasser/Schwämme zur Abkühlung standen mehrfach entlang der Runden bereit.
- Obendrauf gab ’s ein personalisiertes Lauf-Shirt und eine Medaille … bei einer Startgebühr von 20,- € also ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
Das IETD bedankt sich bei den Ausrichtern, dem SV Kiefer Darmstadt, für diesen herrlichen und denkwürdigen Marathon und wünscht für die Zukunft der Veranstaltung viel Erfolg!


